11. Der Vorkauf bei unserem Haus ist gescheitert. Was nun?

Das ist schade, aber kein Beinbruch. Wir sind so viele organisierte Hausgemeinschaften, dass wir uns gegen Heimstaden wehren können, wenn wir zusammenhalten: Selbstorganisierung und Solidarität im eigenen Wohnhaus ist der erste Schritt sowohl zu effektivem Schutz, als auch zu Handlungsfähigkeit gegenüber der Eigentümerfirma.

Wir wollen euch unterstützen sowohl beim Aufbau der Hausgemeinschaften, als auch bei der Bildung einer berlinweiten Vernetzung
gegen Heimstaden. Es gibt ein gutes Mietrecht in Deutschland, aber vor allem in Berlin sind die Investor*innen auch besonders aggressiv. Wenn wir uns Zusammentun hilft das in jedem Fall.

Unser Vorschlag ist deshalb ein berlinweites Netzwerk der Heimstaden-Häuser unter dem gemeinsamen Label einer Mieter:innengewerkschaft (unser Selbstverständnis) aufzubauen. Das Vorbild ist genau eine solche Gewerkschaft in Schweden, die auch Tarifverhandlungen mit Heimstaden führt. Jedes Jahr auf neue setzen sich die organisierten Mieter:innen mit Heimstaden an einen Tisch und setzen eine Miete durch, die für sie tragbar ist.

Dabei soll die Organisierung von unten nach oben erfolgen: Die einzelnen Hausgemeinschaften kommen in Ortsgruppentreffen zusammen, und sammeln und besprechen die individuelle Situation in den Häusern. Jedes Haus wählt dann Delegierte, die in Ortsgruppen zusammenkommen und die wiederum Delegierte zu einer Zentralvernetzung schicken. Dort wird eine gemeinsame berlinweite Strategie entworfen, mit der wir Heimstaden stoppen können! Der Informationsfluss erfolgt zurück in die Ortsgruppen und Hausgemeinschaften, wo die Entscheidungen getroffen werden.