Pressemitteilung Nr. 2 – 19.05.2021 – Berlin
Massive Einschüchterungsversuche durch die Blaczko-Hausverwaltung
Heute um 17 Uhr trafen sich Mieter:innen und Aktivist:innen der Blaczko Mieter:innen Initiative am Kottbusser Tor, um gemeinsam Flyer in den Blaczko-Häusern zu verteilen und die Nachbar:innen zu informieren. Doch bereits am Treffpunkt tauchten plötzlich fünf Mitarbeiter:innen und Sicherheitsleute der Hausverwaltung auf, die die Mieter:innen einschüchterten und „Hausverbote“ schriftlich erteilten. Desweiteren kam es in den Häusern in Kreuzberg und Neukölln zu Einschüchterungsversuchen sowie einem Angriff. Die Initiative und die Gewerkschaft verurteilen diese Versuche aufs Schärfste.
Die Blaczko-Hausverwaltung war seit dem Ende des Mietendeckels vermehrt durch hämische Schreiben an Mieter:innen aufgefallen, die den Mietendeckel eingefordert hatten. In der letzten Woche hatte die Initiative der Hausverwaltung einen Forderungsbrief mit allen Mängelpunkten zukommen lassen. Am heutigen Mittwochabend wollten wir weitere Mieter:innen über ihre Rechte informieren und zum Treffen der Initiative einladen. Dies hatte die Blaczko-Hausverwaltung mitbekommen und schickte dubiose Sicherheitsleute sowie Angestellte um erst Aktivist:innen, deren Namen sie ermitteln konnten, personalisierte Hausverbotsschreiben zu überreichen und anschließend aus der Ferne zu beobachten und zu filmen. Als sich die Mieter:innen und Aktivist:innen der MGB zurückzogen, folgten sie ihnen weiter mit einem SUV und bedrängten die Gruppe. Dabei traten sie aggressiv auf und wahrten keinen Abstand, sodass die Mieter:innen sich bedrängt fühlten. Gleichzeitig berichteten Mieter:innen von Sicherheitsleuten, die vor den Türen aller Häuser in Neukölln und Kreuzberg standen und niemanden außer Mieter:innen reinließen. Dazu wurden in mehreren Häusern (u.a. in der Reichenberger Straße, Kottbusser Damm, Pannierstraße und Sonnenallee) die Klingelanlagen ausgestellt. Als ein Aktivist der Mieter:innengewerkschaft vor dem Haus am Maybachufer 1 das Gespräch mit einem Sicherheitsmann suchte, bewarf dieser ihn mit einer Bierdose. Der Aktivist blieb glücklicherweise unverletzt.
Die Initiative kündigt an, sich dadurch nicht einschüchtern zu lassen. Sie werden sich ihr Recht sich frei zu organisieren und für ihre Rechte als Mieter:innen zu kämpfen nicht nehmen lassen. Gleichzeitig rufen sie Blaczko dazu auf, die Situation zu deeskalieren und suchen weiterhin das Gespräch.
Pressesprecherin Daniela Haberzettl: „Diese Eskalation heute macht uns sprachlos. Wir suchen seit Tagen das Gespräch zu Blaczko – stattdessen schicken sie uns dubiose Sicherheitsleute, die uns schikanieren wollen. Wir werden weiter dafür kämpfen, dass unsere Rechte als Mieterinnen akzeptiert werden.“
Mio Decker von der Mieter:innengewerkschaft: „Ein neues dunkles Kapitel in der jüngeren Geschichte dieser Hausverwaltung. Auch ich hab ohne Grund ein rechtlich fragwürdiges Hausverbot erteilt bekommen. Das wird uns aber nicht davon abhalten, uns weiter zu organisieren. Es muss endlich Schluss damit sein, dass Vermieter: innen denken, sie können sich alles erlauben.“
Initiative Blaczko Mieter:innen und die Mieter:innengewerkschaft Berlin
Kontakt:
ini.blaczko@gmail.com blaczko@mg-berlin.org mg-berlin.org


