Heimstaden-Vernetzung

StopHeimstaden
Vernetzung

Organisierung und Vernetzung Berliner Mieter:innen der Heimstaden-Häuser

Überblick

  1. Aktuelles
  2. Der Heimstaden-Deal – Um was geht es?
  3. Forderungen der Bewohner:innen & Pressemitteilungen
  4. Ortsgruppen und Kontakte für Mieter:innen – Die Vernetzung
  5. FAQ zu Heimstaden, Vorkaufsrecht und Co. – Alles auf einen Blick
  6. Was können Mieter:innen weiteres tun?
  7. Logos, Banner und Aufkleber

AKTUELLES

Rückblick auf die StopHeimstaden-Demo am 8.11: Lautstark haben die Mieter:innen gegen den Ausverkauf der Stadt demonstriert! Ein Mieter aus der Bremerstr. 63-64 hat ein tollen Zusammenschnitt der Demo gemacht, wo auch viele der einzelnen Reden zu hören sind.

Heimstaden-Mieter:innen haben einen eigenen Song produziert zum Kampf der Häuser! „Heimhaie“ heißt das Lied. Teilt es auf allen Kanälen!


Heimstaden AB schlägt zu

Berlin

Über die letzten Monate hat die schwedische Heimstaden AB mehr als 140 Häuser mit knapp 4.000 Wohnungen in ganz Berlin gekauft. Der Deal treibt den Ausverkauf der Stadt weiter voran, Verdrängung und Verknappung von Wohnraum sind zu erwarten. Denn Heimstaden und die in dessen Auftrag agierende Investmentgesellschaft Skjerven Group sind bekannt für Leerstand, Luxussanierungen und Umwandlung in Eigentum.

Karte der Häuser des Heimstaden-Deals
Die Karte zeigt, wie sich der Heimstaden-Deal über einen großen Teil Berlins ausbreitet.

Umfang und Folgen des Deals

Heimstaden Bostad AB ist eines der größten schwedischen Wohnungsunternehmen. Dahinter steht der norwegische Milliardär Ivar Tollefsen, der laut Medienberichten bereits 100.000 Wohnungen in Europa besitzt. Der neueste Deal soll demnach 130 Berliner Mietshäuser mit 3902 Wohnungen für einen Preis von knapp 830 Millionen Euro umfassen. Insgesamt sind es aber bereits fast 150 Häuser und über 4.000 Wohnungen.

In Zeiten des Mietendeckels sind solche Großinvestitionen besonders alarmierend und weißen auf das spekulative Interesse des Investors hin. Das Wohnungen nach dem Ankauf teuer saniert, in Eigentum umgewandelt und verkauft werden sollen, ist dabei nicht unwahrscheinlich. Erfahrungen von Mieter:innen, Berichte verschiedener Medien und Recherchen über das renditeorientierte Verhalten von Heimstaden weisen auf diesen Umstand hin. Gleichzeitig bedeuten neue teure Mikroapartments und Eigentumswohnungen eine Verknappung des ohnehin schon angespannten Mietmarkts.

Dies gilt es zu verhindern! Gemeinsam mit den Bewohner:innen wollen wir uns untereinander vernetzen und einen kämpferischen Protest organisieren gegen diesen Ausverkauf der Stadt.


Forderungen der Vernetzung

Die Mieter:innen fordern:

die Ausübung des Vorkaufsrechts der betroffenen Häuser an einen gemeinwohlorientierten Dritten, damit gewachsene Kiezstrukturen auf Dauer erhalten werden.

dass die Politik auch für die vom Milieuschutz ausgenommenen Häuser Lösungen sucht.

dass der Vorkauf sich am sozialverträglichen Ertragswert der Häuser orientiert und nicht an aktuellen Spekulationspreisen.

dass die Politiker:innen des Abgeordnetenhauses und besonders die Berliner Senatsverwaltungen für Finanzen und Stadtentwicklung die nötigen Zuschüsse bei einem Kauf durch eine sozialverträgliche Gesell- oder Genossenschaft zur Verfügung stellen.

grundsätzlich bezahlbaren Wohnraum und den Ausbau einer sozialen Wohnungskultur.

die Einführung eines Mietschutzes auch für Kleingewerbe.

den aktiven Erhalt der lebendigen und vielfältigen Kiezkultur in ganz Berlin.


Pressemitteilungen

Pressmitteilung der StopHeimstaden Vernetzung vom 02.11.2020

Pressemitteilung der Initiative Mieter:inngenwerkschaft Berlin vom 02.11.2020


Berlinweite Organisierung

Am 21.10. fanden sich 290 Mieter:innen und Aktive zusammen zum ersten Online-Vernetzungstreffen der Heimstaden Häuser! Ein zweites Treffen fand am 28.10. statt. Jetzt gilt es die nächsten Schritte zu machen. Dass wir so viele sind, macht uns stark, erfordert aber auch eine gute Koordinierung. Deshalb wollen wir uns in Ortsgruppen und berlinweiten AGs organisieren.

Bezirke und Ortsgruppen

Für jeden Bezirk gibt es einen Verteiler und ein Bezirksgruppentreffen. Dort verknüpfen wir die Häuser und machen Druck auf die Bezirksverordneten.

Ortsgruppe Mitte-Nordwest: Wedding, Moabit, Spandau

Ortsgruppe Pankow

Ortsgruppe Neukölln

Ortsgruppe Friedrichshain-Kreuzberg

Ortsgruppe Tempelhof/Schöneberg & Steglitz

Berlinweite Treffen und AGs

Es gibt ein regelmäßiges Treffen, zu dem ein oder mehrere Delegierte von jedem Haus eingeladen sind. Hier entscheiden wir über zentrale Forderungen und koordinieren die Arbeit der Arbeitsgruppen und Bezirksgruppen. Anmeldung für den berlinweiten E-Mailverteiler hier.

Außerdem gibt es drei Arbeitsgruppen:

AG Öffentlichkeitsarbeit

AG Aktionen

AG Plan B

Alle AGs sind offen für die Mieter:innen der Heimstaden-Häuser.

Noch Fragen offen? Hier geht es zum Heimstaden FAQ! Alles rund um die Vernetzung, zum Vorkaufsrecht und Heimstaden auf einen Blick.

Was können Mieter:innen weiteres tun?

  • Sprecht mit Euren Nachbar:innen. Macht Aushänge im Flur. Haltet Hausversammlungen ab. Kümmert Euch auch um Mitbewohner:innen ohne Email oder mit Sprachbarrieren. Legt einen Verteiler für das Haus an. Wählt Sprecher:innen, die Euer Haus in der Initiative vertreten.
  • Sammelt Daten über das Haus und die einzelnen Wohnungen (als Vorbereitung des Portfolio für die Genossenschaften): Anzahl und Größe der Wohnungen jeweils in Quadratmetern, Zimmerzahl (ohne Küche, Bad und Flur), Heizungsart (z.B. Ofen, Gasetagenheizung, Zentralheizung etc.), die Badausstattung (Dusche? WC?), Etage der Wohnung.
  • Sammelt Meinungen und mögliche Beiträge für einen eventuellen Selbstkauf (Mietshäuser Syndikat). Legt eine Vertrauensperson für solche persönlichen Daten fest!
  • Seid kreativ! Hängt Transparente auf, führt Aktionen durch, meldet euch bei Problemen, Fragen usw.

Logos, Banner und Aufkleber

Schmückt eure Häuser und Social Media Accounts, beklebt die Stadt und tragt euren Protest raus auf die Straße!